Wie man Pinterest erfolgreich für Marketing & SEO einsetzt

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Wie wir bereits in unserem E-Book Die Psychologie des Social-Media-Marketings gezeigt haben, ist Pinterest mehr als bloß ein Tool für visuelle Bookmarks. Es dient Nutzern vielmehr dazu, ihr zukünftiges Selbst – und die Objekte, die sie gerne besitzen möchten – visuell darzustellen. Vor diesem Hintergrund können natürlich auch Marken die Macht der visuellen Inhalte in diesem sozialen Netzwerk nutzen, um ihr Marketing und ihre SEO-Anstrengungen zu optimieren. Webseiten mit passenden Bildern werden schließlich 94% häufiger aufgerufen als Seiten ohne Bilder. Wer sich zum ersten Mal mit Pinterest beschäftigt, muss zunächst die Unterschiede zwischen Privat-Accounts und Unternehmens-Accounts verstehen. In weiterer Folge können dann Maßnahmen getroffen werden, um mehr Traffic von Pinterest auf die eigene Webseite zu leiten.

Pinterest für Unternehmen vs. Privat-Account – Was ist der Unterschied?

Business-Accounts auf Pinterst haben zwar ein paar zusätzliche Vorteile, allerdings müssen sich die Unternehmen auch an bestimmte Regeln halten. Unterschiede zwischen privaten und geschäftlichen Pinterest-Konten sind insbesondere:

  • Andere Nutzungsbedingungen für Unternehmen, die das Versenden von Spamnachrichten, sowie Gewinnspiele und Wettbewerbe untersagen.
  • Marketing-Lehrmaterialien wie zum Beispiel das Pinstitute – eine Serie interaktiver Workshops, in denen Unternehmen und Pinner aufeinandertreffen, sowie Webinare und zahlreiche Ressourcen für kleine Unternehmen.
  • Pinterest Analytics – ein Tool, mit dem Unternehmen den Erfolg ihrer Strategien analysieren können.
  • Rich Pins, die noch mehr Informationen enthalten als reguläre Pins, darunter Live-Updates zu den Preisen und der Verfügbarkeit von Produkten, interaktive Karten sowie Links zu den Webseiten der Marken.
  • Zusätzliche Einstellungen, durch die Unternehmen beispielsweise beim Profilnamen nicht auf das Format „Vor- und Nachname“ beschränkt sind, und stattdessen ihren Firmennamen verwenden können.

Neben diesen Basics müssen Unternehmen lernen, wen sie am besten mit welchen Inhalten ansprechen.

Alles dreht sich um Pins für das richtige Publikum

Man kann ohne weiteres behaupten, dass Pinterest von weiblichen Usern dominiert wird – sie stellen beinahe 80% der Nutzerbasis. Zudem liegt das Durchschnittsalter unter 40 Jahren. Wir sprechen also von einem besonders jungen, weiblichen Publikum, das pro Besuch etwa 14 Minuten auf der Plattform verbringt, um sich die eigene Zukunft auszumalen. Meistens geschieht dies auch noch von unterwegs: 75% des täglichen Traffics stammt von mobilen Endgeräten.

Pinnwände bringen ähnliche Inhalte zusammen

Eine bewährte Praxis bei Pinterest ist es, visuell ähnliche Inhalte auf einer einzigen Pinnwand zu bündeln, der dann andere Nutzer folgen können. Jeder User kann bei Pinterest auswählen, welchen Pinnwänden er folgen möchte. 

Im obigen Video erklärt Kevin Knight, Head of Creative and Brand Strategy bei Pinterest, wie wichtig Pinnwände sind und wie einfach es ist, sie zu erstellen. Schauen wir uns ein paar reale Beispiele von Pinnwänden an.

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Asus, der taiwanische Hersteller von Computer-Hardware und -Elektronik, ist ein gutes Beispiel, wie Marken ihre Produkte auf Pinnwänden mit einprägsamen und einfachen Namen organisieren sollten. Jeder, der sich nur für eine einzelne Produktreihe interessiert, kann so einer einzelnen Pinnwand folgen.

Optimieren, Optimieren, Optimieren

Pinterest gibt seinen Nutzern den Tipp, dass Pins am attraktivsten sind, wenn sie hilfreich, schön und nützlich sind. Menschliche Gesichter scheinen die Attraktivität noch zu steigern und Unternehmen sollten daher am besten Bilder mit echten Kunden zeigen, wie sie ihre Produkte verwenden.

Aber nicht nur Bilder eignen sich zur Optimierung von Pins, auch deren Beschreibungen sind wichtig, insbesondere wenn es um SEO geht. Der Trick ist, eine passende Beschreibung des Produkts mit nur etwas mehr als 300 Buchstaben formulieren zu können. Schlagwörter sollten gut recherchiert sein, am besten mit dem Google Keyword Planner oder einem ähnlichen Tool. Die Keywords mit der besten Performance sollten auch in den Namen der Bilddatei sowie in den Titel des Pins und dessen Beschreibung übernommen werden.

Auch der Produktpreis und ein Link zur Produktseite wird empfohlen. Schließlich macht ein optimierter Pin keinen Sinn, wenn er die interessierten User nicht auf die eigene Webseite weiterleitet.

Mit Promoted Content erreichen Marken sogar noch mehr potentielle Kunden

Wie in anderen sozialen Netzwerken auch, können Unternehmen bei Pinterest ihr Publikum viel genauer lokalisieren, wenn sie Targeted Campaigns durchführen. Was ursprünglich als einfacher Dienst für das Teilen von Bildern begann, beinhaltet heute auch Videoinhalte. Promoted Video existiert seit kurzem als eine neue Möglichkeit, wie Unternehmen und Pinterest gemeinsam wachsen können.

Zur Einführung von „Promoted Video” in Großbritannien arbeitete Pinterest mit Hunter Boots zusammen, einem Hersteller von Gummistiefeln, die scheinbar nie aus der Mode kommen. Anfang Oktober 2016 konnten Pinterest-Nutzer folgenden Werbespot direkt in ihren Start-Feeds sehen – vorausgesetzt sie gehörten zur Zielgruppe des Unternehmens.

„Pinterest gehört zu den Schlüssel-Plattformen für hunterboots.com”, betont Alasdhair Willis, Kreativchef bei Hunter. „Hier haben wir die engagiertesten Nutzer, die aktiv nach einer Inspiration suchen, bei Hunter zu kaufen. CORE ist eine zeitlose Kollektion, was Pinterest für uns strategisch so interessant macht: Egal ob du CORE-Pins heute oder in zwei Jahren entdeckst – die Kollektion wird immer relevant bleiben. Jederzeit auffindbar, jederzeit verfügbar. Als progressive Traditionsmarke ist Innovation einer unserer tragenden Pfeiler. Und die erste Marke aus Großbritannien zu sein, die diese dynamische Videowerbung auf Pinterest verwendet, ist ein tolles Beispiel dafür.“

Angesichts des riesigen Potentials wären wir nicht überrascht, wenn Pinterest dieses Feature bald auch für andere Länder einführt und allgemein weitere strategische Partnerschaften mit Unternehmen aus der ganzen Welt eingeht.

Pinterest ist unverzichtbar für visuelles Marketing

Mit seinen unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten bringt Pinterest  Menschen mit ähnlichen Interessen zusammen. Benutzer können auf Pinterest ganz einfach ihre Motivation in Pins ausdrücken –  was sich Marken unbedingt zunutze machen sollten!

Über Funktionen wie Liken, Teilen und Kommentieren erfahren Unternehmen, was sich ihr Publikum wünscht und welche Produkte sie bald kaufen werden. Durch die Interaktion entsteht ein engeres Band nicht nur zwischen den Nutzern des Netzwerks, sondern auch zwischen Konsumenten und Marken.

Nicht zuletzt ist Pinterest auch ein Tool zur Entdeckung neuer Dinge, und auf diesem Parkett können Markenunternehmen richtig glänzen – vorausgesetzt, dass sie ihre Pins optimiert haben. Am wichtigsten ist jedoch, dass alles ins größere Bild der Marke passt und aufeinander abgestimmt ist. Störende Elemente könnten sonst den Fokus von der Hauptsache ablenken.

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Über den Autor

Simon Rollinger

Simon is a regular blog contributor at Swat.io, a Social Media Management solution that’s helping companies to improve their customer support & content management on Facebook, Twitter, Instagram and others. Swat.io is currently used by companies such as 3Österreich, Hitradio Ö3, ÖBB, Focus Online and Burda Intermedia.

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