Wie sich dein Video auf Social Media Plattformen viral verbreitet

Mundpropaganda ist nach wie vor eine äußerst effiziente Art der Werbung. In der heutigen Zeit fungiert das Internet und soziale Netzwerke als solch ein Megaphone. Es spielt keine Rolle, ob deine Marke auf Facebook, Twitter, YouTube, usw. vertreten ist; wenn du die Mechanismen hinter dem Teilen von Videos über verschiedenste Social Media Plattformen durchblickst, kannst du sehr erfolgreiche Marketing Kampagnen erstellen.

Auf Social Media Plattformen geht es beim Teilen von Inhalten darum, Emotionen hervor zu rufen. Als Marke sollte dein Fokus darauf liegen Videos zu teilen, die dein Publikum erheitern oder in irgendeiner Weise emotional berühren. Versuche also Videos zu verbreiten, die dein Publikum nicht täglich zu sehen bekommt.

Videos auf Social Media Plattformen als Werbemaßnahme zu nutzen geht weit über den einfachen Upload des Videos auf deiner Geschäftsseite hinaus. Um plattformübergreifend gesehen und geteilt zu werden, musst du dein Publikum dazu animieren aktiv zu werden (z.B.: liken, teilen, kommentieren).

Es gibt drei Grundprinzipien um Emotionen hervorzurufen, wenn du mit deinem Publikum in Kontakt trittst: Sei authentisch, sei emotional und bringe die Sache auf den Punkt.

Lies diesen Artikel weiter, um zu erfahren, was du tun musst damit dein Video viral verbreitet wird.

Damit sich dein Video auf #SocialMedia viral verbreitet, begegne deinem Publikum auf Augenhöhe. Click to Tweet

Zu Beginn: ein kurzer Blick auf einige Video Statistiken

  • 52% aller Marketingfachleute denken, dass sich Videoinhalte sehr gut zum Steigern der Markenbekanntheit eignen (WowMakers).
  • 55% aller Personen auf Social Media Plattformen sehen sich täglich Online Videos an (MWP)
  • 65% aller Zuschauer eines Videos sehen sich über ¾ davon an (Syndacast)
  • 85% aller Videos auf Facebook werden ohne Ton angesehen (Digiday)
  • 4 von 5 Konsumenten empfinden Demo-Videos als hilfreich (Animoto)
  • Über eine Milliarde Personen nutzen YouTube (das entspricht beinahe einem Drittel aller Internet-Nutzer) (YouTube)
  • Über 500 Millionen Personen sehen sich täglich Videos auf Facebook an (TubularInsights)
  • Snapchat-Nutzer sehen sich täglich über 10 Milliarden Videos an (AdWeek)

Wodurch sich dein Video auf sozialen Plattformen viral verbreitet:

Durch Snapchat, Facebook’s neu gestaltete Werbeplattform und Instagram Stories hat Video Marketing einen neuen Stellenwert in vielen Onlinemarketing Kampagnen erhalten. Die Konsumenten der heutigen Zeit sind äußerst gut darin, Werbungen auf Social Media Plattformen aus dem Weg zu gehen.

90% aller Konsumenten klicken auf den „Überspringen“-Button sobald ein Werbevideo erscheint. Durch die Personalisierung von Werbeinhalten nutzen immer mehr Leute Social Media Plattformen um Informationen und Neuigkeiten zu erhalten, die auf ihre Interessen und Bedürfnissen zugeschnitten sind. Inhalte und Nachrichten, die nicht sofort das Interesse der Nutzer wecken, werden dadurch ignoriert.

Um mit deinen Videos ein größeres Publikum zu erreichen und um dafür zu sorgen, dass deine Videos oft geteilt werden, musst du dein Publikum mit kurzen Nachrichten konfrontieren, mit denen sie sich identifizieren können und dadurch Emotionen hervorzurufen. So kannst du dein Publikum anregen, aktiv am Geschehen teilzunehmen (z.B.: durch liken, teilen, kommentieren, tweeten, retweeten). Hier sind 4 Insidertipps um dafür zu sorgen, dass deine Videos geteilt werden und nicht Opfer des „Überspringen“-Buttons werden:

1. Bearbeite deine Videos so, dass sie den Anforderungen der jeweiligen Social Media Plattform entsprechen

Videos müssen je nach Plattform angepasst werden. Nicht jede Länge, jeder Content und Art von Inhalt funktioniert auf jedem Kanal gleich gut. Hier ist eine kleine Übersicht wie sich die einzelnen sozialen Plattformen im Groben voneinander unterscheiden:

  • Facebook funktioniert am besten für informative Videos, die man auch ohne Ton ansehen kann. Empfohlene Länge: unter 2 Minuten.
  • Instagram funktioniert am besten für visuell ansprechende Videos, wie Looping-Videos, Teaser und kurze Behind-the-Scenes-Videos. Empfohlene Länge: 15 Sekunden (Pro-Tipp: Nutze Hashtags um entdeckt zu werden)
  • Twitter funktioniert am besten für Teaser-Videos für vollwertige Videos. Empfohlene Länge: 30 Sekunden (Pro-Tipp: Nutze Videoantworten um Tweets und Fragen zu beantworten)
  • YouTube funktioniert am besten für lehrreiche Inhalte, Demos, Tutorials, FAQ-Videos. Die Videolänge spielt eine eher geringe Rolle, sie sollte dem jeweiligen Format des Videos angepasst sein. Auf YouTube kommen jedoch auch längere Videos beim Publikum gut an. (Pro-Tipp: Organisiere deine Videos in Playlists und stimme deine Kanäle aufeinander ab)
  • Snapchat funktioniert am besten für amüsante Kurzvideos, wie Behind-the-Scenes-Videos oder Videos zu besonderen Anlässen, aber auch zu alltäglichen Situationen. Empfohlene Länge: 10 Sekunden (Pro-Tipp: Um von Fans gefunden zu werden, solltest du deinen Usernamen bei jeder Gelegenheit promoten)

2. Veröffentliche deine Videos mit Untertiteln

Sowohl auf Facebook als auch auf Instagram werden Videos automatisch ohne Ton abgespielt. Um das Interesse deines Publikums zu wecken solltest du deshalb Untertitel verwenden, damit der visuelle Bestandteil des Videos sofort im richtigen Kontext verstanden wird und deine Zuseher nicht gezwungen sind, den Ton anzuschalten. Viele Facebook- und Twitternutzer verwenden ihre Smartphones um Videos anzusehen und zu teilen, deshalb kannst du Untertitel als fixen Bestandteil deiner Mobiltelefon-Marketing-Strategie einplanen um deine Videos möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

3. Begegne deinen Publikum auf Augenhöhe

Wähle Videos für deine Marketing Kampagne, die darauf abzielen menschliche Beziehungen aufzubauen. Ein guter Ansatz um Videos zu produzieren, die auf Social Media Kanälen geteilt werden ist, Videos direkt auf die Bedürfnisse der Generation zuzuschneiden, die vorrangig auf Social Media Plattformen anzutreffen sind: die Millennials. Kurz gesagt: Videos, in denen auf die Bedürfnisse der Zuseher eingegangen wird, werden gerne und oft geteilt. Gerade einfach gestaltete Videos sind oft die erfolgreichsten.

4. Erzähle aussagekräftige Geschichten

Die empfohlene Zeit für Videos auf Social Media Plattformen liegt zwischen 30 Sekunden und 2 Minuten. Es braucht interessante Charaktere, exzellente Visualisierung und eine Handlung, die Aufmerksamkeit erregt, um das Interesse der Zuseher in den ersten paar Sekunden zu gewinnen.

Ein Video, das über verschiedene Social Media Kanäle geteilt wird, zeigt normalerweise essentielle Ausschnitte einer tiefer gehenden Geschichte. Mit einer Video-Zusammenfassung machst du dein Publikum neugierig, du zeigst ihnen das große Ganze und gibst ihnen gerade genug Information um ihr Interesse zu erwecken.

Gewinne das Interesse deines Publikums durch ein emotionales Video. Click to Tweet

Teile deine Geschichte auf mehrere kleine Videos auf

Der durchschnittliche Kunde ist es gewohnt, auf Social Media Plattformen ständig sämtliche Inhalte auf Abruf bereit zu haben. Mit einem einfachen Klick oder Swipe können Videos geschlossen oder übergangen werden, die nicht den Erwartungen des Zusehers entsprechen. In dieser Hinsicht unterscheiden sich viele Social Media Kanäle, jeder einzelne hat eine bestimmte Gruppe an Nutzern, die bestimmte Erwartungen an die präsentierten Inhalte hat.

Die Konsequenz, die du daraus ziehen solltest, ist, dass du einen mehrschichtigen Marketingansatz verfolgen solltest, um erfolgreich zu sein. Es ist effizienter, viele kleinere Videos, die auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten sind, zu verwenden, als ein einzelnes Video zu verwenden, welches alle Zielgruppen als indifferente Masse ansprechen sollte. Zielgerichtete Werbungen, die über jeweils abgestimmte Social Media Plattformen verbreitet werden, können sehr viel erfolgreicher sein.

Die aktuelle Video Marketing Strategie von REP Interactive, die in Red Bull’s Air Race Kampagne umgesetzt wurde, ist ein großartiges Beispiel für Mehrschichtigkeit. Die Agentur filmte mit 12 Kameras ein großes Video, das zu 7 unterschiedlichen Clips verarbeitet wurde. Ziel dieser Aktion war es sicherzustellen, dass für jede Social Media Plattform, sowie für die Red Bull Webseite maßgeschneiderte Videos zur Verfügung standen, damit die Kampagne möglichst effizient ablaufen konnte.

Da du nun weißt, wie du dafür sorgen kannst, dass deine Videos auf Social Media Plattformen geteilt werden und wie du vielschichtig arbeiten kannst, um deine Inhalte zielgenau an die richtigen Nutzer zu liefern, zeigen wir dir nun, wie du dich für die passenden Social Media Kanäle entscheidest.

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Was macht Buzzfeed’s Tasty Videos so tasty?

Mit über 89 Millionen Fans auf Facebook ist Buzzfeed’s Tasty das perfekte Beispiel, wie man eine Video Marketing Kampagne richtig umsetzt. Die durchschnittliche Länge eines Tasty Videos beläuft sich auch 30 Sekunden bis 2 Minuten (die perfekte Zeitspanne um die Aufmerksamkeit eines Zusehers zu erlangen, völlig unabhängig von deiner Marktnische). Gerade durch ihre Schnelllebigkeit haben diese kurzen Videos ein umso höheres Suchtpotential.

Hier sind einige Merkmale, die Tasty Videos so erfolgreich machen und die dir als Inspiration dienen können:

  • Einfachheit: Tasty legt den Fokus auf Gerichte, die einfach zuzubereiten sind. Der Zweck der Videos liegt darin, die Zusehen zum Liken und Teilen zu bewegen (Das Liken und Teilen spiegelt gewissermaßen die Intention, das Rezept später auszuprobieren wieder).
  • Maßgeschneidert: Nach den ersten Tasty Videos wurde die Zielgruppe von Buzzfeed neu ausgewertet. Dabei wurde in Erfahrung gebracht, dass vor allem junges Publikum an den Videos interessiert war. Dementsprechend wurde die Strategie angepasst und der Fokus der Videos auf Gerichte wie Pizza, Cheesecake oder Pancakes gelegt.
  • Fokussierte Darstellung: Ab den ersten Sekunden sind die Videos energiegeladen, aber dennoch leicht nachkochbar. Der Prozess des Kochens ist detailliert dargestellt und spricht die Zuseher durch Detailaufnahmen an.

Tasty spielte von Anfang an nach Facebook’s Regeln in Bezug auf Videos und optimierte den Einsatz von sog. Native Videos (also Videos, die automatisch starten, wenn man die Einstellungen dafür nicht ändert). Untersuchungen zufolge (Quintly) haben Facebooks Native Videos eine um 1055% höhere Chance geteilt zu werden als YouTube Videos. Wenn du einen externen Link auf Facebook postest, dann hat dein Video einen Play-Button und startet erst, wenn ein Nutzer den Button betätigt.

Fazit: Um dafür zu sorgen, dass deine Videos geteilt werden, sollten sie einfach, relevant und maßgeschneidert sein.

Hol das Maximum aus Live-Videos heraus

Viele Unternehmen haben nach wie vor Hemmungen sich der Internet Community in Live-Videos zu zeigen. Diese Scheu sollte jedoch abgelegt werden, da Live-Videos sich großartig dazu eignen, mit deinem Publikum in Kontakt zu treten und auf Augenhöhe auf Social Media Plattformen zu interagieren.

Der beste Ansatz in Hinsicht auf Live-Videos ist Probieren und Scheitern. Auf Instagram kannst du Live-Videos beispielsweise nutzen um dein Produkt zu bewerben, um deinen Teaser zu einer neuen Produktveröffentlichung online zu zeigen oder um ein Demo-Video hochzuladen, das die Vorteile eines bestimmten Produkts zeigt.

Facebook ist die perfekte Plattform für Tutorial-Videos, Gewusst-wie-Videos und DIY-Videos. Um deine Videos effektiv zu machen, solltest du einen eigenen Ansatz entwickeln und verfolgen und keine anderen Marken kopieren. Du kannst dich zwar von fremden Kampagnen inspirieren lassen, aber dein Ziel sollte stets sein, deinem Publikum etwas Neues, Aufregendes zu bieten.

GoPro ist ein Paradebeispiel für gelungenes Video-Marketing. Die Firma wurde zur Legende, als sie die weltweit flexibelste Kamera auf den Markt brachte, die es ermöglichte Orte zu filmen, die noch nie zuvor gefilmt wurden. Eines der meistgeklickten Videos des Kameraherstellers geht jedoch weit über die Bilder von großartigen Landschaften und Extremsportarten hinaus.

Die Geschichte, die das Video erzählt, beinhaltet einen Feuerwehrmann, der eine GoPro-Kamera nutzt, um ein Kätzchen zu retten. Ursprünglich wurde dieses Video auf dem YouTube Account des Feuerwehrmanns hochgeladen, GoPro holte sich jedoch die Erlaubnis des Nutzers ein und lud das Video auch auf dem YouTube Kanal des Unternehmens hoch, wodurch es über 37 Millionen Mal gesehen wurde.

Das Unternehmen baute auf der Idee auf, dass ihre Produkte für weit mehr als nur amüsante Videos genutzt werden können und erstellte eine Marketingstrategie, die auf spannenden, zwischenmenschlichen Geschichten aufbaut.

Fazit des GoPro Beispiels: Scheue nicht davor zurück, dein Unternehmen von einer emotionalen Seite darzustellen.

Durch die Integration von Social Media Monitoring in deine Social Media Marketing Strategie, erhälst du einen kontinuierlichen Prozess um Nutzerfeedback zu verfolgen, bewerten und darauf zu reagieren!

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Fazit

Sowohl Facebook als auch Snapchat übersteigen 8 Milliarden Video-Views pro Tag. Um Videos zu posten, die gerne geteilt werden, lass Instagram, Twitter und YouTube nicht außer Acht. Nutze verschiedene Plattformen für verschiedene Zwecke und Zielgruppen und lass dein Produkt durch gekonntes Videomarketing auffallen.

Um ein Video zu erstellen, das auch von deinem Publikum geteilt wird, musst du zuerst die passenden Social Media Kanäle für dein Video finden. Analysiere dein Zielpublikum um zu sehen, worauf es am besten reagiert. Die Videos, die am besten funktionieren:

  • Native Videos
  • Live Videos
  • Mehrteilige Videos

Nachdem du die passenden Plattformen für deine Videos gewählt hast, kannst du dein Publikum mit exzellenten Videoinhalten überraschen, egal ob mit einer Geschichte, einem Produktteaser oder einem Rezept. Durch deine Videos solltest du dein Publikum überraschen, mit ihm interagieren und deine Fans vor allem dazu motivieren, am Geschehen teilzunehmen.

 

 

 

Übersetzung: Robert Mang


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Über den Autor

Julia Berndl

Julia Berndl is Junior Content Marketing Managerin at Swat.io, a Social Media Management solution that’s helping companies to improve their customer support & content management on Facebook, Twitter, Instagram and others. Swat.io is currently used by companies such as 3Österreich, Hitradio Ö3, ÖBB, Focus Online and Burda Intermedia.

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