Gastbeitrag: Messaging Apps verändern die Marketinglandschaft

Der jüngste Anstieg bei der Benutzung von Messaging-Apps ist umwerfend. Im dritten Quartal 2015 überstiegen die monatlichen Nutzerzahlen von Messaging Apps jene der Social-Media-Nutzer, und ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht.

Messaging Apps haben unsere Art miteinander zu kommunizieren grundlegend verändert. In nur wenigen Jahren schritt die Entwicklung von langsamen, umständlichen und teuren SMS voran zu schnellen, einfachen und meist kostenlosen Nachrichten über Mobile Apps.

Photo Credits: ubisend.com
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Wird diese Messaging-Revolution auch unsere B2C-Kommunikation beeinflussen? Sind die Konsumenten schon bereit für Interaktionen mit Unternehmen via Messaging Apps? Wie wird sich wegen dieser neuen Technologie das Marketing voraussichtlich verändern?

Dieser Beitrag bietet einen Überblick über die Auswirkungen, die Mobile Messaging Apps auf B2C-Kundenbeziehungen haben werden, sowie einige Erkenntnisse, wie Unternehmen von diesem neuen Trend profitieren können.

Messaging Apps – die Zukunft der B2C-Kommunikation

Dank jüngster Forschungsergebnisse wissen wir, dass frühzeitige Anwender unter den Kunden bereits heute über Apps wie den Facebook Messenger mit Unternehmen sprechen.

Als Beleg dafür kam eine Studie von Facebook IQ zu dem Ergebnis, dass 63% aller Kunden Unternehmen häufiger Nachrichten schicken als noch vor zwei Jahren, und dass 67% davon ausgehen, dies in den kommenden zwei Jahren noch öfter zu tun.

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Photo Credits: Facebook IQ

Warum sind Messaging Apps so ein großartiges Medium für die B2C-Kommunikation?

Zunächst einmal ist das Senden von Nachrichten über die meisten dieser Apps völlig kostenlos (sowohl für Unternehmen als auch für Konsumenten). Einige Apps verlangen von Unternehmen einen offiziellen Geschäfts-Account, der ein wenig Geld kostet, doch Nachrichten können überwiegend gebührenfrei versendet werden.

Vergleicht man das mit dem Preis für das Senden einer SMS oder auch einer E-Mail, sind Messaging Apps eine logische Wahl.

Zweitens ist die Reichweite geradezu unglaublich groß. Aktuelle Statistiken von einem der führenden E-Mail-Marketing-Provider, MailChimp, zeigen verheerende Beteiligungsraten. Die Öffnungsraten liegen im Durchschnitt bei 20%, während die Klickraten um die 2,50% schwanken.

Mobiles Messaging kann dagegen auf erstaunliche Zahlen verweisen. 97% aller mobilen Nachrichten werden innerhalb von 3 Minuten nach dem Empfang gelesen und haben eine Klickrate von durchschnittlich 36%. Allein an diesen Zahlen lässt sich ablesen, dass mobiles Messaging viel besser ist als irgendeine andere aktuell verfügbare Option.

Und schließlich hat heutzutage beinahe jeder ein Telefon. Bei annähernd 3 Milliarden Smartphones weltweit und geschätzten 6,1 Milliarden bis ins Jahr 2020 lässt sich fast sicher vorhersagen, dass ein großer Teil jeder Zielgruppe über Messaging Apps erreichbar ist (oder sein wird).

Da euer Publikum diese Apps also bereits tagein tagaus nutzt, lassen sich durch die Realisierung dieses Potenzials hohe Kosten einsparen, die normalerweise für die Entwicklung einer eigenen App, die Kundenakquise, Maßnahmen zur Kundenbindung und dergleichen ausgegeben würden.

Der Konsument ist bereit für die mobile Messaging-Revolution

All das klingt aus der Perspektive von Unternehmern natürlich fantastisch. Bessere Reichweite und größeres Engagement zu einem niedrigeren Preis – der Traum eines jeden Marketingspezialisten.

Doch vor dem Sprung ins kalte Wasser sollten wir uns die Frage stellen, ob all das Genannte auch den Praxistest bestehen kann. Sind die Konsumenten tatsächlich bereit, Nachrichten von Unternehmen über ihre Lieblings-Apps zu erhalten? Werden sie mit Freude oder Ärger auf diese Erfahrung reagieren? Dringen wir mit Anzeigen und Werbeinhalten in einen Bereich ein, der noch ausschließlich für Freunde und Familie reserviert ist?

Unsere Studien zeigen: die Konsumenten sind bereit. Mehr noch, sie warten geradezu begierig auf Unternehmen, die ihnen via Messaging Apps zur Verfügung stehen und kontaktiert werden können.

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63,9% aller befragten Konsumenten glauben, dass Unternehmen per Messaging Apps erreichbar sein sollten, und mehr als 45% sagen, dass sie mit Unternehmen lieber per App als per E-Mail kommunizieren möchten. Bring dich auf den neuesten Stand und besorg dir wertvolle Erkenntnisse über die Verwendung von Messaging Apps durch Konsumenten. Lade dir kostenlos den vollständigen Mobile Messaging Report 2016 herunter.

Legt man die Daten aus dieser Studie neben die Ergebnisse von Facebook IQ, kann man fast mit Sicherheit sagen, dass die Kunden bereits in den Startlöchern stehen, um mit Unternehmen über ihre Lieblings-Apps zu kommunizieren.

Conversational Marketing wird Realität

Welche Auswirkungen wird dieser neue Marketingtrend haben?

Messaging Apps erschließen ein ganz neues Feld für das Marketing. Viele Jahre lang drehte sich beim Marketing alles um den Versuch, den Konsumenten Inhalte (in Form von Werbung) aufzudrängen – eine vollkommen einseitige Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden, bei der möglichst viel Content erzeugt wurde, den das Publikum passiv konsumieren sollte.

Dank Messaging Apps hat Marketing nun ein größeres Potenzial und kann sich an wirklichen Gesprächen orientieren. In seinem großartigen Artikel bezeichnet Chris Messina 2016 als “das Jahr des gesprächsorientierten E-Commerce”. Wir denken, er hat Recht.

Unternehmen und Konsumenten partizipieren endlich an einer echten Zwei-Wege-Kommunikation rund um Produkte, Services und Support. Gesprächsorientiertes Marketing ist die Revolution, auf die alle gewartet haben. Du kannst einer der ersten sein, der an dieser Revolution teilnimmt.


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Über den Autor

Alex Debecker

Alex Debecker is founder and CGO of www.ubisend.com, the first ubiquitous mobile messaging platform that allows you to send messaging across different mobile messaging applications all from one centralized account.

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